Anwendung von Kräutern und Heilpflanzen

Heilpflanzen

Das Schöne bei der Anwendung von Kräutern und Heilpflanzen ist, dass sie so vielseitig verwendet werden können.

Frisch oder getrocknet in der Küche, im Bad, bei der Kosmetik oder Hautpflege, als sanftes Hausmittel, im Tee, als Tinktur, Aphrodisiakum, Ölauszug, ätherisches Öl, Insektenschutz, Wickel oder Auflage, zum Räuchern, als Kräuterstempel. Da sind so viele Möglichkeiten.

Für mich gibt nicht die eine oder andere Anwendung, der sklavisch zu folgen ist, erst die Kombination macht es manchmal zu dem individuellen Mittel, das ich für mich brauche.

So kann die Tinktur im Bad, Fußbad oder Tee zusätzlich helfen, ebenso in der Salbe. Ein nicht besonders toll riechender Ölauszug (zB Beinwell) wird mit ätherischem Öl beduftet und erweitert. Aus dem schon etwas älteren Tee kann ich eine Auflage machen oder ihn verräuchern. Kräutertees sind sowieso eine gute Grundlage Kräuter in bester Qualität zur Weiterverarbeitung in der Apotheke zu bekommen.

Unser Heilpflanzenlehrer hat uns zum Freidenken angeleitet. Diese Freiheit ist für mich Glück, kann aber auch Gefahr sein, wenn ich mir nicht völlig klar bin, welche Pflanze ich verwende und in welcher Menge.

Wir sollten uns über Giftigkeit klar sein und ob die Pflanzen überhaupt innerlich oder auf der Haut angewendet werden darf und in welcher Menge. Gerade auch bei Kindern ist zB bei ätherischen Ölen viel Vorsicht geboten. Die scheinbar sanfte Naturheilkunde bietet auch viele Pflanzen, die sich nicht für die Daueranwendung eignen oder giftig sind.

Die Arnika zum Beispiel, sie ist nicht innerlich zu verwenden und vor den Pyrrolizidinalkaloiden wird an allen Ecken gewarnt. Ganz zu schweigen von Finger- oder Eisenhut – beide sehr giftig. Paracelsus sagte schon: „Die Dosis macht das Gift.“ Deswegen rate ich hier immer zur Vorsicht und zur bewussten eigenverantwortlichen Anwendung.

Alles, was ich hier beschreibe, stelle ich selber her oder verwende es für mich bzw. habe von anderen erfahrenen Menschen darüber gelernt. Es gibt hier keine Empfehlungen oder gar therapeutische Aussagen, sondern ausschließlich aus einem Erfahrungsschatz zu berichten. Und die Theorie taugt herzlich wenig, erst in der Selbsterfahrung wird aus dem Kraut ein Mittel.

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