Hagebutten – Rosenfrüchte

Rosenfrüchte

Eine große Pflanzenfamilie sind die Rosengewächse. Viele Pflanzen, die im Herbst reife Früchte tragen, gehören zu den Rosengewächsen – Brombeere, Apfel, Pflaume, Weißdorn, Eberesche und viele andere. Eines zeichnet die Rosengewächse fast alle gleichsam aus – 5 Blütenblätter oder ein vielfaches davon.

Jetzt blitzen sie an allen Ecken und Enden: die Hagebutten. Kleine rote Früchte, zumeist an dornigen, strauchigen Büschen wachsend. Der Name Hagebutte kommt von hag = Hecke und butte = „kleine dicke“. Auch Hunds- oder Heckenrose (Rosa canina) genannt. Sie ist die häufigste wildwachsende Rose in unserem Lebensraum.

Hagebutten sind essbar. Die einen schmecken besser, die anderen nicht ganz so dolle. Ich probiere immer mal eine, so kann ich feststellen, ob sie schön reif, süß und saftig sind oder zäh, trocken oder geschmacklos. Nur die schmackhaftesten Früchte sollten geerntet werden.

Das Tolle an der Hagebutte ist, dass sie viele Vitamine enthält und insbesondere stark Vitamin C-haltig ist. 100 g der Früchte enthalten um die 800 mg Vitamin C. Das ist einer der höchsten Werte bei heimischen Pflanzen. Das Vitamin C bleibt auch über längere Zeit in den getrockneten Schalen erhalten.

Die reifen Früchte werden geerntet, aufgeschnitten und von den haarigen Kernen befreit. Daraus lässt sich eine Tinktur machen, ein leckerer durststillender, vitaminhaltiger Tee, eine leckere Hagebuttenmarmelade oder ein Likör. Die Trocknung gelingt am Besten im Ofen, bei nicht mehr als 40 Grad.

Auch für die Kerne (Kerntee) gibt es noch die eine oder andere Verwendung, die sich lohnen könnte (zB als wasser- oder steintreibendes Mittel). Die haarigen Kerne haben wir in unserer Kindheit als Juckpulver verwendet.

Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) finden wir als des Öfteren in Anpflanzungen. Sie sind meist niedriger, haben deutlich mehr kurze starke Stacheln und größere kräftig rote Früchte. Sie wird gerne für die Hagebuttenproduktion verwendet, weil die Früchte fleischiger und damit ergiebiger sind. Ich finde die Früchte der Heckenrose leckerer.

Meine Herbstkur zur Vitamin C-Versorgung ist immer das direkte Naschen von den Sträuchern, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin. Täglich finde ich jetzt auf meinem Weg reichlich Früchte. Kurz aufgeschnitten, Kerne raus und lecker kauen.

Wie immer alles in Eigenverantwortung verwenden. Die Verwechselungsgefahr ist nicht besonders groß, wer unsicher ist, der sollte ein Bestimmungsbuch zur Hand haben.

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