Immunkraft

Immunkraft

Eine Tinktur für die Abwehrkräfte.

Mir ist heute aufgefallen, dass ich schon viele Jahre nicht mehr richtig erkältet war. Ja eigentlich genau seit dem Zeitpunkt, als ich angefangen habe, mich mit Heilpflanzen zu beschäftigen.

Wann immer ich ein leichtes Kratzen verspüre oder mir jemand gegenüber getreten ist, der mehr oder weniger voll erkältet war, habe ich präventiv meine Immuntinktur genommen und ich blieb gesund.

Eine der wenigen Tinkturen, die ich gleich in der Mischung der Heilpflanzen ansetze. Wir haben das Rezept damals in der Heilpflanzenschule Phytaro bekommen und sie hat wirklich ihre immunstärkende Wirkung.

Zur Zubereitung von Tinkturen siehe entsprechenden Artikel {Tinkturen / Kurzfassung} hier bei Krautwerk.

Vier Pflanzen verwende ich für die Immuntinktur:

1. Angelika, auch Engelwurz genannt (Angelica archangelica ggf. auch Waldengelwurz – Angelica sylvestris)
2. Mädesüß (Filipendula ulmaria)
3. Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) und
4. Wasserdost bzw. Wasserhanf (Eupatorium cannabinum)

Die Engelwurz gilt u. a. als antiseptisch und abwehrsteigernd und das Mädesüß mit seiner Salicylsäure als schmerzlindernd. Kapuzinerkresse ist desinfizierend, entzündungshemmend und gilt starkes als pflanzliches Antibiotikum und der Wasserdost immunregulierend.

Von der Engelwurz wird die Wurzel vor der Blüte verwendet, bei den anderen dreien das Kraut (der obere Teil der blühenden Pflanze also Blüten, Stängel und Blätter).

Dafür kann natürlich auch das trockene Kraut aus der Apotheke oder dem Gewürzhandel verwendet werden. Gerade ist alles noch mehr oder weniger gut verfügbar. Eine blühende Mädesüßpflanze muss man jetzt schon etwas genauer suchen, alles andere ist findbar oder im Garten. Ansonsten ist ein Feuchtgebiet ein guter Tipp, die meisten dieser Pflanzen zu finden. Engelwurz hat mich im Kräuterhaus Klocke zB 2,20 € für 50 Gramm gekostet.

Die Pflanzenteile ungefähr in gleichen Teilen locker klein schneiden, in ein Schraubglas geben und mit Alkohol übergießen. Mischungsverhältnisse etc. siehe Artikel { Tinktur / lang}.

Eine Heilpflanzenfreundin mischt bei ihrer eigenen Immuntinktur noch Sonnenhut (Echinacea angustifolia) und Cistrose (Cistus) hinzu. Hier kann der Kundige also auch etwas kreativ sein und mit seiner Tinktur variieren.

Wer eine große Familie hat, sollte ruhig reichlich ansetzen. Es können natürlich auch die Einzeltinkturen, soweit vorhanden, gemischt werden.

Ich nehme davon eine kleine Pipette voll oder würde im akuten Fall auch mal zwei oder drei einnehmen. Zur Vorbeugung reichen mir 10 Tropfen drei mal am Tag aus.

Bei den Pflanzen gibt es eine Reihe von Hinweisen, die beachtet werden sollten. Die Engelwurz findet sich relativ selten in der freien Natur, bei der Waldengelwurz (Stichwort: Doldenblütler) ist gute Bestimmungskunde gefragt. Wer gegen Aspirin allergisch ist oder Blutverdünner nimmt, der sollte für sich checken, ob Mädesüß geht. Und beim Wasserdost warnen viele vor dem Inhaltsstoff Pyrrolizidinalkaloide. Auch dazu muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Der Wasserdost ist sehr bitter, aber bitter ist bekanntlich gesund. Ich verwende Wasserdost in Maßen. Für Kinder oder Alkoholkranke geben manche Tinkturen in einen Tee und warten ab, bis durch die Hitze der Alkohol verflogen ist.

Und wie immer: Alles in Eigenverantwortung verwenden.

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