Über das Räuchern

Vom Räuchern

Eine meiner großen Leidenschaften im Zusammenhang mit der Natur ist das Räuchern. Etwas, was ich unglaublich gerne mache und mich jetzt schon über viele Jahre begleitet.

Beim Räuchern werden Pflanzenteile wie Harze, Blätter oder Wurzeln verbrannt oder verglimmt. Dafür können Räucherstäbchen, Kohle oder Stövchen verwendet werden.

Räuchern hat in den Kulturen der Welt lange Traditionen und entwickelte sich überall ziemlich unabhängig voneinander. Sowohl in Südostasien, Südamerika, in Japan, bei den alten Kulturen der Griechen, Römer und Ägypter und in der Neuzeit; es wird geräuchert. Bei uns verräuchert die Kirche noch Weihrauch und auf jedem Weihnachtsmarkt werden Räuchermännchen und -kegel verkauft.

Ansonsten ist von dieser alten Tradition – zumindest im Norden und Westen Deutschlands wenig übrig geblieben oder wird schnell in die „Eso-Ecke“ geschoben. Leider. Ich finde Räuchern so wunderbar, einfach und wirkungsvoll.

Warum Räuchern?

Räuchern begleitet den Menschen seit Anbeginn. Vermutlich anfänglich Zufallseffekte mit Geruchsentwicklung im Feuer. Räuchern ist der Ursprung der Aromatherapie. Das Wort Parfum leitet sich aus „per fumum“, also „aus dem Rauch“ ab. Weit vor der Erfindung von Parfums wurden Räucherungen benutzt um Räume, Kleidung und Menschen zu beduften.

Räucherwerk kann für rituelle, zeremonielle oder religiöse Zwecke verwendet werden, zur Raumreinigung und zur Unterstützung von Heilungsprozessen.

Der Geruchssinn gilt als ältester Sinn des Menschen. Riechen war schon immer sehr wichtig, denn über die Nase konnte der frühe Mensch ganz schnell Gefahren erahnen. Wir können dauerhaft nicht nicht riechen. Der Geruchssinn ist ein direkter Zugang in das Zentrum des Gehirns, ohne die üblichen Bewertungsfilter anderer Sinne. Diese Prozesse laufen innerhalb von Millisekunden direkt und kaum beinflussbar ab.

Beim Räuchern werden die Duftmoleküle aus dem Pflanzengewebe befreit, sie verteilen sich im Raum. Über die Atemluft gelangen diese Moleküle in die Riechschleimhaut an der Nasenwurzel und werden direkt in das limbische System des Gehirns weitergeleitet. Dort entstehen die Gefühle und von dort werden das vegetative Nervensystem und die Hormone reguliert. Das Räuchern wirkt also unmittelbar auf unsere Wahrnehmung.

Die Substanzen gehen durch den Rauch unverändert in den Blutkreislauf, überschreiten die Blut-Hirn-Schranke und geben Botschaften an das Nervensystem. Essenzen in verdampfter Form erreichen am Besten ihr Ziel. Räuchern hat starke psychologische, psychogene, pharmakologische und hormonelle Wirkungen. Das Feuerelement tut sein Übriges.

Räuchern wirkt energetisch auf die Umgebung ein, neutralisiert Schwingungen und verbreitete die eigene Schwingung im Raum. Räucherungen reinigen Räume atmosphärisch und laden Sie neutral oder positiv auf.

Für Räucherungen gibt es insbesondere folgende Anwendungsgebiete:

1. Reinigung von Mensch und Umgebung (auch Desinfektion und Konservierung)

2. Energetische Aufladung, d. h. Einbringung von Pflanzenenergien in den Raum bzw. den menschlichen Körper, um gewünschte Zustände zu unterstützen (Wohlbefinden, Lustgewinn, Kreativität, Heilkunde, guter Schlaf, Träume)

3. Segnung (Meditation, Gebet, Jahreskreis, spirituelle Anlässe, Zeremonien)

Ich räuchere am Liebsten mit heimischen Kräutern: Beifuß, Wacholder oder Mariengras. Die meisten Kräuter befinden sich in meinem Garten oder sind in der Nähe verfügbar. Einfach etwas abschneiden, trocknen und himmlische Duftstoffe können für das ganze Jahr bevorratet werden. Schöne naturreine Räucherstäbchen sind eine gute Alternative. Und Harze aus aller Welt, wie zum Beispiel Weihrauch für mich ein Muss.

Anlässe gibt es genug, bei mir im Haus oder der Gartenhütte läuft oft das Räucherstövchen und für besondere Anlässe nehme ich ein Stück Räucherkohle in einer Schale mit Sand und räuchere Haus, Garten und mich selbst.

In geschlossenen Räumen immer auf sich selbst und die anderen Menschen achten und zwischendurch oder hinterher gut lüften.

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